Samstag, 13. Mai 2017

Projekte planen und gestalten - Warum eigentlich Projektarbeit?


Warum sollten wir mit Kindern in Projekten arbeiten?

Ausgangspunkt der Projektarbeit ist ein Bild vom Menschen, der von Geburt an Kompetenzen mitbringt, auf Selbstbestimmung angelegt ist, seine Bildung und Entwicklung aktiv mitgestaltet und dabei entwicklungsangemessen Verantwortung übernimmt.

In der Projektarbeit entwickeln Kinder im gemeinsamen Prozess mit anderen Fragen, suchen Lösungswege und gewinnen neue Erkenntnisse. Projektarbeit wird von den Kindern bestimmt und Lernprozesse von den Pädagogen begleitet. Projektarbeit bedeutet von und miteinander zu lernen. Es geht um lustvolles Dazulernen und lebenslanges Lernen. Im Mittelpunkt steht eine intensive, bereichsübergreifende Auseinandersetzung mit einem Thema der Kinder und dessen Einbettung in größere Zusammenhänge.

Projektarbeit erweist sich als optimale Methode für Partizipation, Ko-Konstruktionen (Bedeutungen werden erforscht und Wissen konstruiert), Inklusion und lernmethodische Kompetenzstärkung. Die Projektarbeit bietet einen optimalen Rahmen für ganzheitliche Bildung.

Durch Projektarbeit können Kinder ihre sozialen, fachlichen, intellektuellen und persönlichkeitsbildenden Kompetenzen einbringen und ausbauen. Lernen in Projektarbeit ist für Kinder selbsttätig, kooperativ, forschend, entdeckend, ganzheitlich, vernetzt und exemplarisch zugleich. Die Kinder verfolgen IHR Thema von der Entstehung bis zum Schluss. Dabei handeln sie durch Kommunikation und Kooperation mit anderen selbstbestimmt, sind mutig und engagiert und gewinnen somit Vertrauen in ihre eigenen Kompetenzen. Sie erlernen Wissen, dass sie auf andere Situationen übertragen können. Neues Wissen wird bewusst, selbst gesteuert und reflektiert erworben. Erworbenes Wissen wird angewandt und übertragen und eigene Lernprozesse werden wahrgenommen.

In der Projektarbeit lernen Kinder, dass ihre Meinung und ihr Interesse gehört wird und von Bedeutung ist.

Projektarbeit führt zu nachhaltiger Bildung und Entwicklung. Nachhaltiges Lernen verweist auf die Dauerhaftigkeit der Lernergebnisse, auf ihre Bedeutung für zukünftig zu bewältigende Handlungsproblematiken:

-      Lernverhalten, durch welches die Fähigkeit und Bereitschaft zum lebenslangen Lernen grundgelegt wird,

-      Transfer der Lernergebnisse, d. h. ob das Gelernte, in der Praxis angewendet und auf andere Situationen übertragen werden kann so dass dadurch

-      die eigene Handlungskompetenz erweitert wird.

Emotionen, die Lernaktivitäten begleiten und aus Lernerfahrungen hervorgehen, werden mitgelernt und prägen das weitere Lernverhalten. Kinder lernen nachhaltig, was sie interessiert und emotional bewegt. Für Kinder entscheidend ist die emotionale Atmosphäre, in der sie lernen. Sie lernen am Besten und sind am Kreativsten, wenn sie sich wohl fühlen und mit Lust, Freude und Spaß lernen.

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