Posts mit dem Label Team werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Team werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 8. April 2017

Projekte planen und gestalten - Reflexion und Evaluation


Reflexion & Evaluation

Hallo Ihr Lieben,

nun geht es Step by Step weiter und wir kommen zu den letzten Schritten, die in der Projektarbeit mit Kindern wichtig sind!

Wir kennen es alle: REFLEXION!!!

Und wir kennen mittlerweile auch alle: EVALUATION!!!

Auch im Rahmen der Projektarbeit kommen wir um diese beiden Themen nicht drum rum. Deshalb gebe ich Euch hier das Wichtigste, was wir auf keinen Fall vergessen dürfen. Die Reflexion und Evaluation bezieht sich zum Einen auf die Kinder, ist aber auch wichtig für Besprechungen im Team.
Reflexion und Evaluation im Team

Reflexion und Evaluation mit den Kindern zum Projekt



Zur Selbstevaluation sind Fragebögen sehr hilfreich!
Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (ifp) hat ein Positionspapier "Schlüssel Projektarbeit" herausgebracht. Dieses enthält Fragebögen, die ich sehr anschaulich finde.

Montag, 13. März 2017

Methoden im Personalmanagement


Inwieweit nutzen mir verschiedene Methoden für ein ressourcenorientiertes Personalmanagement?


Zunächst möchte ich kurz erläutern, was ressourcenorientiertes Personalmanagement überhaupt bedeutet.

Das Personalmanagement steht für die Gesamtheit aller Personalaufgaben, die in einem Unternehmen, wie unseres, anfallen. Dazu zählt die Personalplanung, -entwicklung, -führung und   -verwaltung.

Bei der Ressourcenorientierung steht der Mensch im Vordergrund, allerdings ist es wichtig, dass dieser seine Ressourcen in die Arbeit einbringt.

Es gibt verschiedene Methoden, um ein Gesamtbild der Personalstruktur und des Einsetzens der Mitarbeiter zu erhalten. Dies ist besonders wichtig, da wir als Leitungskraft die Organisation Kita als Ganzheitliches in den Blick nehmen müssen.

Zu den Methoden zählen beispielsweise:

Soziogramm
Struktogramm
Mind-Map
Ressourcen
Rollen im Team nach Belbin

Einige dieser Formen möchte ich heute näher betrachten und dabei aufzeigen, welchen Nutzen sie für uns als Leitungskraft mit sich bringen.

Das Soziogramm:

stellt Beziehungen in einer Gruppe graphisch dar, wobei es hauptsächlich um die Erfassung sozio- emotionaler Beziehungen zwischen den Mitarbeitern geht z.B. Sympathie und Ablehnung

Die Beziehungen untereinander werden auch als Gruppenstruktur bezeichnet. Die Ergebnisse können ebenfalls als Kontaktsoziogramm genutzt werden. Dieses gibt einen Einblick in die Stellung des zu beobachtenden Mitarbeiters, innerhalb der Gruppe (von welchen MA wird dieser favorisiert, wen sucht der MA vermehrt zum gemeinsamen Arbeiten, wer ist Außenseiter und wird evtl. gemieden)

Desweiteren gibt es die Möglichkeit einer Individualanalyse, bei der der Fokus auf der einzelnen Person liegt

Das Soziogramm ist somit ein effektives Mittel der Beobachtung der Gruppenstruktur, dem Verhalten Einzelner und dem Nutzen der Ressourcen, die die Kita bieten

Methoden: Befragung, Tests, Beobachtung

Möchte ich ein Soziogramm erstellen, muss ich im Vorfeld überlegen, welches Ziel ich als Leitung vor Augen habe. Ist es also sinnvoll das Soziogramm für die einzelne Abteilung oder für das gesamte Haus zu erstellen?

Die anschließenden Kenntnisse der Strukturen im Team verringert meine eigene Verunsicherung, weil Spannungen erklärbar werden



Dienstag, 6. September 2016

Team

T..........oll

E..........in

A..........nderer

M..........achts!

Eine Definition für das Wort TEAM, die jeder von uns kennt!

T..........eil

E..........iner

A..........usgezeichneten

M..........annschaft


Die zweite Definition gefällt mir wesentlich besser. Nur ist es im Alltag oft schwierig, sich diesen Satz in besonderen Situationen immer wieder vor Augen zu halten. Gerade in Momenten, in denen wir von einem Team-Mitglied persönlich getroffen (verletzt) wurden, fällt es schwer, weil die Emotionen eine sehr große Rolle spielen.

Wisst ihr eigentlich, dass das Wort TEAM aus dem Altenglischen stammt? Diese Sprache wurde bis Mitte des 12. Jahrhunderts geschrieben und gesprochen. Team...das klingt so modern, ist aber schon ein so altes Wort. Natürlich war die Bedeutung zu damaligen Zeiten noch eine andere. Das Wort TEAM wurde für eine Gruppe junger gleichaltriger Triere gebraucht, wie etwa Schweine oder Gänse. Später wurde der Begriff für ein Gespann von Zugtieren genutzt.

Jetzt eine Frage:


Wer oder was waren bzw. sind die besseren TEAMs? 

Würde ein Gespann von Zugtieren den Weg nach vorn schaffen, wenn einer nach links und der andere nach rechts läuft? Sie würden ziemlich auf die Nase fallen. In der Praxis sah es aber so aus, dass das Gespann vorwärts lief!

Wie sieht es bei uns aus? Ein Team besteht aus Mitarbeitern mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen. Ich finde dies vom Grundsatz her total toll, weil dadurch jedes Team so viele verschiedene Ressourcen hineinbringt. Jedes Teammitglied, besetzt eine andere Rolle. So gibt es nach Belbin den Macher, den Beobachter, den Koordinator, den Umsetzer, den Teamarbeiter und noch andere. Jede Rolle hat ihre eigene Ressource. Wichtig ist, dass im Team alle Rollen gut besetzt sein müssen. Zudem ist der Gedanke: "Die Mischung macht´s" nicht außer Acht zu lassen!

Jede Rolle ist mit positiven Eigenschaften besetzt, aber auch mit negativen. Ob unser Team den Weg nach vorn schafft, hängt von der Zusammensetzung oder Zusammenstellung der Persönlichkeitsmerkmale ab. 

Die Rollenbesetzung ist auch durch unsere eigene Biografie geprägt. 

Die Menschen sind selbstdenkende und handelnde Personen. Eigentlich müsste es doch so leicht sein, ein gut funktionierendes TEAM zu bilden? Wo liegen die Stolpersteine, dass es im Alltag immer wieder zu Konflikten kommt oder das Team ausgebremst wird?

Was machen die Tiere anders, als wir Menschen? Denken wir zu viel? Fordern wir zu viel?

Wollen die Tiere einfach nur geradeaus gehen, während wir noch über mögliche Konsequenzen nachdenken? Im Kitaalltag merke ich oft, wie geschafft ich nach dem Arbeitstag bin. Aber ganz ehrlich: Es liegt nicht an den Kindern! Sie sind toll und die Arbeit mit ihnen bereitet so viel Freude. 
Es ist aber mega anstrengend Tag für Tag Diskussionen zu haben oder morgens mit dem Gedanken in die Kita zu gehen: "Was könnte heute kommen? Was hat den Kollegen wieder nicht gefallen?" 
Wie ihr sicherlich gemerkt habt, arbeiten wir offen. Vieles ist noch am Entstehen. Das bedeutet, vieles muss immer wieder neu erprobt werden, was sich immer wieder als schwierig darstellt, da dann die Aussage kommt: "Aber wir hatten die Vereinbarung, dass..."! Wie offen können wir auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder eingehen? Eigentlich gar nicht, da wir als TEAM etwas anderes vereinbart haben. Wohl bemerkt, ohne die Kinder vorher zu fragen, wie sie es finden. Wird so Partizipation gelebt? NEIN!!!

Wie schaffen wir es, unsere selbst gelegten Stolpersteine zu entfernen? Und wie schaffen wir es, als TEAM zu funktionieren, ähnlich wie bei einem Gespann von Zugtieren? 

Mittwoch, 31. August 2016

Ressourcen

Hallo ihr Lieben,

Die letzten Tage waren sehr arbeitsintensiv und ich habe viel beobachtet und mir die unterschiedlichsten Gedanken gemacht.

Dabei ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig unsere Ressourcen sind.

In unserer täglichen Arbeit treten wir mit so vielen Menschen in Kontakt (MA, Kinder, Eltern, Hausmeister, MA aus der Küche, Handwerker etc.)

All diese Menschen tragen ihre Ressourcen in unsere Kita. Einige tragen sie offen, gerade heraus und bringen sich mit ihren Ressourcen ein. Bei anderen schlummern sie tief in ihrem Inneren.

Unsere Aufgabe ist es, die Menschen (Kinder, aber auch Erwachsene) zu stärken, so dass sie ihre wertvollen Ressourcen nach außen tragen können.


Ressourcen und Kompetenzen im Team müssen entdeckt werden, um sie nutzen zu können. Jeder Mensch, jedes Team und jede Organisation besitzt ein viel größeres Potenzial, als ihnen in der Regel bewusst ist. Im Alltag, besonders aber in Spannungs- und Konfliktsituationen, neigen wir Menschen dazu, dieses Leistungspotenzial nicht mehr zu erkennen.

Das ständige Reflektieren von Erfolgen, aber auch gegangenen Umwegen macht die Ressourcen und Kompetenzen in der Kita erst sichtbar. Bei diesem genauen Beobachten wird die Verschiedenartigkeit unseres Teams deutlich. Diese Verschiedenartigkeit macht jedes Team, jede Kita so einzigartig. Um diese Einzigartigkeit leben und nutzen zu können, müssen wir ein Verständnis dafür aufbringen und die Menschen so annehmen, wie sie sind!
                      
                               "Wir müssen offen sein!

...offen zu Menschen!
...offen zu Kompetenzen!
...offen zur Verschiedenartigkeit!
...offen zu anderen Denkweisen!
...offen für Umwege!

...offen sein, für das LEBEN!!!" 

#Ressourcen_in_der_Kita

Sonntag, 28. August 2016

Einarbeitung neuer Kollegen

Nun ist das Wochenende wieder rum und ich sitze ganz brav vor meinem Laptop und werde einige Worte zu dem Thema:

"Einarbeitung neuer Kollegen"

sagen.


"Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist eine Herausforderung für das Team, aber auch für die Kitaleitung.
Neben den offensichtlichen Punkten, wie der Einweisung in die Arbeitsaufgaben, Informationen zu Regelungen und Ansprechpartnern bekommen auch die weniger offensichtlichen soziologischen, pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkte eine wesentliche Bedeutung.
Gerade der zwischenmenschliche Bereich, wie Arbeitsklima, Verhaltenskodex usw. prägt wesentlich die Eindrücke des neuen Mitarbeiters und beeinflusst den Integrationsprozess. Sind die Eindrücke negativ machen sich Enttäuschung, Missmut und Unsicherheit breit, was wiederum zu Arbeitsunlust, Leistungsschwund und eventueller Fluktuationsbereitschaft führt.

Um ein solches Scheitern der Integration von neuen Mitarbeitern und deren innere Kündigung zu minimieren, ist es unbedingt notwendig ein "Einführungs- und Einarbeitungskonzept" gemeinsam mit dem Team zu entwickeln.

Das Gelingen der Zusammenarbeit zwischen neuer Kollegin, Team und Leitung ist nicht automatisch garantiert. Durch das individuelle Einarbeitungskonzept und mit Hilfen von Checklisten werden Verantwortlichkeiten zugeordnet, um sicherzustellen, dass die Integration erfolgreich unterstützt wird.
Durch integrierte Feedbackschleifen wird gewährleistet, dass sich das Konzept an individuelle Bedürfnisse anpassen und verändern lässt.

Ein weiteres wesentliches Element ist das "Patenkonzept". Durch dieses ist es möglich, vielen zwischenmenschlichen Problemen zu begegnen und dem neuen Mitarbeiter ein Gefühl des Willkommenseins und der Sicherheit zu vermitteln. Damit lassen sich negative Eindrücke korrigieren, welche insbesondere in einer neuen Arbeitsumgebung durch Missverständnisse, Unverständlichkeiten usw. entstehen können.

Der zunächst höher erscheinende Aufwand zahlt sich vor allem dann aus, wenn es um das gegenseitige Vertrauen, das Gefühl, sich aufeinander verlassen zu können und gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten, geht. Die gute Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil und trägt zur Freude an der Arbeit bei und an der Entwicklung einer positiven Identifikation des neuen Mitarbeitern."

"Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt."
Adolf   von Harnack



Ich hoffe, meine Ausführungen sind hilfreich und bringen ein Vorankommen in der Kita. 

Wenn euch weitere Themen interessieren oder ich auf gewisse Punkte näher eingehen soll, sagt mir wie immer einfach Bescheid!

Ich wünsche Euch eine schöne Woche,

eure Jana

#Einarbeitung_neuer_Kollegen

Sonntag, 21. August 2016

Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute (in der offenen Arbeit) Teil 3

Hallo Ihr Lieben!

Das Wochenende ist nun fast vorbei und ihr bekommt von mir heute den dritten und letzten Teil meiner Ausarbeitung zur "Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute"!

Zusammenarbeit mit den Eltern

(...)

„Ohne die Eltern läuft nichts“. Somit musste sich auch unsere Einstellung ihnen gegenüber verändern. Das bedeutet, dass wir die Eltern als Experten ihrer Kinder betrachten und wir ihnen mit Akzeptanz und Wertschätzung begegnen.  So wie wir die Kinder im Kitaalltag begleiten, so begleiten wir die Eltern im Erziehungs-und Entwicklungsprozess ihrer Kinder.

Wir müssen an jedem Tag ein Gespür für ihr Ängste und Sorgen haben und ihnen zeigen, dass wir sie ernst nehmen. Dabei müssen wir mit jedem Elternteil anders und sehr individuell umgehen, sowohl auf der verbalen als auch auf der emotionalen Ebene.

Haltung der ErzieherIn gegenüber dem Kind

In der offenen Arbeit verändern sich die Beziehungen zwischen den Kindern und Erziehern. Es gibt nicht mehr nur die „eine“ Bezugserzieherin, die Verantwortung für ihre Kinder übernimmt. Die Verantwortung wird von dem gesamten Team für alle Kinder getragen. Die Kinder suchen sich ihre Bezugsperson aus. Das bedeutet in der Praxis, dass Eingewöhnungen stattfinden, es aber durchaus möglich ist, dass sich das Kind an einem anderen Erzieher orientiert. 
Empathie und Wahrnehmung der kindlichen Bedürfnisse gehören in diesem Prozess selbstverständlich dazu, um die Signale der Kinder richtig zu deuten. Ihre Gefühle und Erfahrungen müssen respektiert werden.  Durch die veränderte Beziehung zum Kind hat sich auch unsere Sichtweise auf sie verändert. Natürlich geben wir den Kindern die nötige Zuwendung. Sie wollen aber auch, dass wir uns mit ihnen auseinandersetzen und sie ernst nehmen. 
Wir müssen ihnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entgegenbringen. Jedes Kind hat seine Stärken. Ein stärkenorientiertes Arbeiten fördert die Entwicklung der Kinder und lässt sie resilienzfähig werden. In der heutigen Gesellschaft ein wichtiger Aspekt, um in den folgenden Jahren gestärkt durch das Leben zu gehen. Hierbei ist besonders wichtig, dass sich Erzieher auf Augenhöhe des Kindes begeben können. Das Leben der Kinder zu beobachten und daran teilzuhaben kann nur gelingen, wenn wir das Leben aus ihrer Perspektive wahrnehmen. 

Nicht nur im Hinblick auf die Inklusion, sondern auch im Alltag, ist jedes Kind als eigene Persönlichkeit zu betrachten, der wir mit Respekt und Achtung zu begegnen haben. Jedes Kind wird dort abgeholt, wo es steht und so angenommen, wie es ist. Dabei müssen wir natürlich authentisch sein. Wir dürfen ihnen nichts vorspielen. Sie sind unsere Spiegel und an ihrem Verhalten ist gut zu erkennen, ob auch wir uns beispielsweise an Absprachen halten, die wir von ihnen erwarten. 

Die richtige Form der Kommunikation mit den Kindern, vermittelt ihnen das Zugehörigkeitsgefühl in der Gemeinschaft. Zur Kommunikation gehört auch das Wahrnehmen der kindlichen Signale sowie das aktive Zuhören. Jedes Kind möchte gehört, gesehen und wahrgenommen werden, denn…


…unsere Haltung und unser Verhalten beeinflusst das Verhalten der Kinder!



Das war nun mein kurzer Einblick in die "Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute".

Ich fand es total spannend, mich mit diesem Thema noch einmal intensiv auseinanderzusetzen. 

Morgen habe ich in der Kita Dienstbesprechung und ich habe mich dazu entschlossen, dieses Thema im Team noch einmal zu verinnerlichen. Im Alltag rutscht uns einfach vieles weg. Deshalb ist es so wichtig, sich die Zeit zu nehmen und uns selbst immer wieder zu reflektieren.

Ich wünsche Euch einen tollen Start in die neue Woche.

Viele Grüße Jana

Aktualisierung des Artikels durch Mandy Schmitz, Mai 2019

Freitag, 12. August 2016

Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute (in der offenen Arbeit) Teil 2

Hallo ihr Lieben,

ich hatte gerade ein interessantes Telefonat mit einer Kollegin und dabei ist wieder deutlich geworden, dass die Herangehensweise an die offene Arbeit sehr unterschiedlich ist. Was ist nun der erste Schritt, um in die offene Arbeit zu gehen? Das Einrichten der Funktionsräume oder das Überdenken der eigenen Grundhaltung?

Aus diesem Grund bekommt ihr nun einen weiteren Auszug aus meinem Artikel „Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute“.

Grundhaltung

(…)
Um offene Arbeit leben zu können brauchen wir eine offene Grundhaltung. Das bedeutet, ein Umdenken ist notwendig. Die offene Arbeit entsteht im Kopf und jeder, der so arbeiten möchte, muss innerlich davon überzeugt sein. „…Das Verordnen der offenen Arbeit, durch den Träger beispielsweise, stößt oft auf Widerstand der Mitarbeiter. Neue Haltungen, Einstellungen oder Überzeugungen lassen sich nicht verordnen, sondern können nur durch Ausprobieren, sich auf Neues einlassen und somit durch Sammeln neuer Erfahrungen erworben werden…“ (Auszug aus der Mitarbeit am Brainstorming von der Integrationserzieherin Sylvia P.)
(…)

Stolpersteine in Bezug auf Regeln
Im Kitaalltag gibt es natürlich auch in Bezug auf Regeln die gewissen Stolpersteine. Ist die Anzahl der Regeln so groß, dass sie eher die Unsicherheiten der Erzieher(innen) widerspiegeln, anstatt den Kindern als Orientierung zu dienen, schränken wir ihren nötigen Spielraum ein. In den Abteilungsbesprechungen werden oft Stunden damit verbracht, ein Gitter von Regeln und Verboten zu erarbeiten, die dann eines Tages doch im Papierkorb landen, da sich die Kinder- und Teamstruktur während der Erarbeitungszeit längst wieder verändert hat.  Durch Verbote wird den Kindern aber die Freude und Möglichkeiten neuer Erfahrungen genommen.

Partizipation
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Partizipation. Da dies ein sehr umfassendes Thema ist, komme ich im Kapitel „Qualitätssicherung“ noch einmal gezielt darauf zurück. Aber auch zur Haltung der Erzieherin gehört: „Demokratie leben und lernen“. Es gibt verschiedene Formen über das Zusammenleben mit den Kindern in der Kita. Es ist wichtig, mit den Kindern gemeinsam darüber zu entscheiden. Gemeinsam wird beispielsweise darüber entschieden: „Wie richten wir die Funktionsräume ein?“ oder „Worum geht es in unserem nächsten Projekt?“. Dadurch entwickeln Kinder Selbstbewusstsein und sie lernen, dass es sich lohnt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Ein weiteres Beispiel wäre auch die Teilnahme am Morgenkreis. Gibt es in der Kita freiwillige Morgenkreise oder müssen alle Kinder daran teilnehmen. Wenn ja … warum? Was ist mit der Selbstbestimmung und dem Wahlrecht der Kinder? Für wen machen wir die Morgenkreise? Für uns oder für die Kinder. Verpflichtende Morgenkreise und Angebotspläne sind nicht die Muster der offenen Arbeit, sondern versteckte alte Muster der Gruppenstruktur. Wir verplanen die Zeit der Kinder. Aber wer gibt uns das Recht dazu?
(…)



Was sagt ihr dazu? Könnt ihr mit meiner Meinung mitgehen? Habt ihr noch weitere Aspekte, die euch durch den Kopf gehen?

Aktualisierung des Artikels durch Mandy Schmitz, Mai 2019

Mittwoch, 10. August 2016

Quiz

So ihr Lieben,

jetzt muss ich mich heute doch noch einmal kurz zurück melden. Ich muss ja sagen, dass ich hier ein absoluter Neuling bin. Ich bekomme einige Tipps von meiner lieben Cousine und versuche mich ansonsten einfach durch das Ausprobieren. "Learning by Doing", wie bei den Kindern ;-)

Jetzt sagt mir meine Cousine, es fehlen Beispielbilder. Kann ich verstehen. Ich gehe auch lieber auf Websites, die bunt und mit Bildern gut dargestellt sind. Kann leider nicht jedes Bild aus dem Netz nehmen. Also habe ich mich jetzt mit Power Point versucht und euch ein kleines Quiz vorbereitet.

Die Frage dazu lautet:

Bei welcher dieser an den Rändern stehenden Personen handelt es sich um die Erzieherin von heute?

Schreibt eure Antwort einfach in den Kommentar! Viel Erfolg!




Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute (in der offenen Arbeit) Teil 1

Hallo,

was für ein Sommer. Eigentlich Bettwetter, die Zeit kann aber auch zum Schreiben genutzt werden. So habe ich es getan. Ihr könnt hier einen Auszug zum Kapitel: "Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute" lesen. Wie immer freue ich mich über ein Feedback :-) 



„Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute“, kann das wirklich so genannt werden? Sind die heutigen Erzieher anders oder gar besser? Ich erinnere mich noch gut an die Zeit meiner Ausbildung. Dies ist noch nicht so lange her und trotz alledem habe ich in dieser Zeit, nichts über die notwendige Haltung einer ErzieherIn in der „Offenen Arbeit“ erfahren.

Vor fünf Jahren begann ich meine Erziehertätigkeit in einer Kita, in der die Gruppenarbeit gelebt wurde. Meine Kollegin und ich hatten zusammen 16 Kinder. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich innerlich zusammen zuckte, als es hieß: „Jetzt wird gebastelt“. Ich dachte: „Oh mein Gott, was soll ich jetzt machen? Ich kann nicht basteln und ich finde das ganz furchtbar!“ Es kam der Gedanke auf: „Ist das wirklich der richtige Beruf für mich?“ Nun hatte ich das große Glück, eine Kollegin zu haben, die trotz Gruppenstruktur sagte, jeder solle nach seinen Interessen und Schwerpunkten arbeiten. Darüber war ich sehr froh und habe mich in meinem ersten Kitajahr darauf konzentriert, Kinder zu beobachten, Entwicklungsbögen auszufüllen, Entwicklungsberichte und Förderpläne zu schreiben und Arbeit in Kleingruppen anzubieten. Das war meine Rettung.

Nach meinem ersten Jahr in der Kita, hieß es dann plötzlich: „Wir gehen in die offene Arbeit. Richtet Funktionsräume ein.“ Damit hatten wir nicht gerechnet, aber wir taten es. Die Öffnung richtete sich zunächst auf den Bereich der Kinder, die sich im Jahr vor der Schule befanden. Das bedeutete aus zwei Gruppen wurde eine Abteilung mit fünf Funktionsräumen. Nach dem Umräumen hatten wir uns allerdings nicht plötzlich zu anderen Menschen verändert. Wir waren immer noch die Gleichen. Also, wer behauptete nun: „Die Rolle der ErzieherIn“ hat sich verändert?

Heute, vier Jahre später in einer neuen Kita, mit einem neuen Team und vielen Reflexionen muss ich sagen: „Ja, ein Umdenken muss stattgefunden haben.“ Immer wieder begegnen mir Meinungen und Ansichten, über die ich in der offenen Arbeit gar nicht mehr nachdenke

Das beginnt mit einem simplen Beispiel:
Mittwochs ist Angebotstag. Alle Kinder versammeln sich, erfahren, welche Angebote es gibt. Sie müssen sich zuordnen. Ist das Angebot voll, wird ihnen ein anderes zugewiesen. Dieses Angebot dauert circa eineinhalb Stunden und die Kinder haben mit Freude daran teilzuhaben. Was für die Kinder gilt, gilt auch für die Erzieher. Morgens haben wir uns kurz getroffen, um die Angebote zu besprechen. Da kam es schon mal vor, dass der Wunsch des Lesens beispielsweise von zwei Kollegen kam. Als Antwort darauf gab es von den erfahrenen Kollegen: „Ihr seid Erzieher. Ihr müsst ein Repertoire an Angeboten in der Tasche haben“. Über diese Aussage war ich schockiert. Hatte ich doch in meiner vorherigen Kita etwas ganz anderes gelernt, in Bezug auf die offene Arbeit. Dort wurde uns gelehrt: „Der Erzieher ist kein Animateur, der ständig neue Krüge füllen muss, sondern Begleiter und Unterstützer der Kinder in ihren Entwicklungsprozessen.“ Es war nicht mehr die Aufgabe eines Erziehers, die Angebote aus dem Ärmel zu schütteln. Erzieher haben mit den Kindern gemeinsam an Themen gearbeitet, an denen wir in der Gemeinschaft das Interesse geteilt haben. Kein Kind „musste“ an meinem Angebot teilhaben. Ich musste kein Angebot machen, wovon ich nicht überzeugt und auch kein „Spezialist“ darin war.


Und so begann das Forschen nach der „Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute“. Durch gemeinsame Gespräche sind viele Aspekte deutlich geworden, die von großer Bedeutung sind, damit offene Arbeit gelingen kann.

...

Über die einzelnen Aspekte werde ich in meinem nächsten Post näher eingehen. Versucht doch einmal euch selbst zu reflektieren und schreibt in einem Kommentar, wie es euch erging und wie ihr euch mit den neuen Anforderungen fühlt. Ich kann hier leider nur von meinen Erfahrungen berichten und bin immer gespannt darauf, wie es anderen Kollegen ergeht.

Ich wünsche euch noch einen fröhlichen Tag!

Aktualisierung des Artikels durch Mandy Schmitz, Mai 2019