Samstag, 27. August 2016

Neue Themen

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Woche?!

Ihr habt sicherlich bemerkt, dass ich zur Zeit an meinem ersten Buch arbeite. Dabei geht es hauptsächlich um die "Offene Arbeit". 
Ein Kapitel habe ich jetzt als Leseprobe online gestellt. Mich würde wie immer interessieren, was Ihr darüber denkt!

In diesem Blog soll es aber nicht nur um die "offene Arbeit" gehen. Ich bin an allen pädagogischen Konzepten und euren Erfahrungen im Alltag interessiert!!!

Eine Kollegin bat mich über folgende Themen zu schreiben:


  1. Ängste der Erzieher, vor den Schritt in die offene Arbeit,
  2. Einarbeitung der Kollegen,
  3. Einblick in die Alltagsgestaltung.
Die dritte Frage werde ich hauptsächlich im Praxisteil beschreiben. Da bitte ich euch noch um ein wenig Geduld.

Die Einarbeitung der Kollegen ist bereits in Arbeit und einen Auszug wird es hier demnächst geben. 

Die Ängste der Erzieher werden uns immer wieder begleiten und immer wieder Thema sein. Diese Ängste müssen wir ernst nehmen, damit es uns gelingt, wirklich jeden Kollegen auf dieser Reise mitzunehmen! Die Ängste müssen abgebaut werden und erst dann können wir mit der Reise beginnen.


Ich wünsche euch ein tolles Wochenende! Erholt euch gut und tankt Kraft für die nächste Woche!

Liebe Grüße Jana

Dienstag, 23. August 2016

Klischee oder Realität


Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die neue Woche?

Ich liebe meinen Kaffee und im Team genießen wir die Zeit, in der wir es schaffen, uns zusammen an einen Tisch zu setzen und unseren Kaffee einfach mal zu genießen. Dabei haben wir aber alle diesen einen Gedanken:

"Kommen jetzt wohl Eltern und sehen uns? Denken sie, wir sitzen den ganzen Tag zusammen und halten einen Plausch? Das schlechte Gewissen nagt an uns."

Woran liegt das? 

Ist es nach wie vor das alte Klischee, dass Erzieher immer mit einer Tasse Kaffee in der Hand anzutreffen sind?
Seit dem Einrichten der Funktionsräume heißt es ganz klar: "Kein Essen und Trinken in den Funktionsräumen, während der Arbeit am Kind". 

Das wissen auch die Eltern. Also, müssen wir ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir uns an einem Tag der Woche für ein paar Minuten zusammen setzen?

Wie ist das bei euch?

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche!

Eure Jana

Sonntag, 21. August 2016

Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute (in der offenen Arbeit) Teil 3

Hallo Ihr Lieben!

Das Wochenende ist nun fast vorbei und ihr bekommt von mir heute den dritten und letzten Teil meiner Ausarbeitung zur "Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute"!

Zusammenarbeit mit den Eltern

(...)

„Ohne die Eltern läuft nichts“. Somit musste sich auch unsere Einstellung ihnen gegenüber verändern. Das bedeutet, dass wir die Eltern als Experten ihrer Kinder betrachten und wir ihnen mit Akzeptanz und Wertschätzung begegnen.  So wie wir die Kinder im Kitaalltag begleiten, so begleiten wir die Eltern im Erziehungs-und Entwicklungsprozess ihrer Kinder.

Wir müssen an jedem Tag ein Gespür für ihr Ängste und Sorgen haben und ihnen zeigen, dass wir sie ernst nehmen. Dabei müssen wir mit jedem Elternteil anders und sehr individuell umgehen, sowohl auf der verbalen als auch auf der emotionalen Ebene.

Haltung der ErzieherIn gegenüber dem Kind

In der offenen Arbeit verändern sich die Beziehungen zwischen den Kindern und Erziehern. Es gibt nicht mehr nur die „eine“ Bezugserzieherin, die Verantwortung für ihre Kinder übernimmt. Die Verantwortung wird von dem gesamten Team für alle Kinder getragen. Die Kinder suchen sich ihre Bezugsperson aus. Das bedeutet in der Praxis, dass Eingewöhnungen stattfinden, es aber durchaus möglich ist, dass sich das Kind an einem anderen Erzieher orientiert. 
Empathie und Wahrnehmung der kindlichen Bedürfnisse gehören in diesem Prozess selbstverständlich dazu, um die Signale der Kinder richtig zu deuten. Ihre Gefühle und Erfahrungen müssen respektiert werden.  Durch die veränderte Beziehung zum Kind hat sich auch unsere Sichtweise auf sie verändert. Natürlich geben wir den Kindern die nötige Zuwendung. Sie wollen aber auch, dass wir uns mit ihnen auseinandersetzen und sie ernst nehmen. 
Wir müssen ihnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entgegenbringen. Jedes Kind hat seine Stärken. Ein stärkenorientiertes Arbeiten fördert die Entwicklung der Kinder und lässt sie resilienzfähig werden. In der heutigen Gesellschaft ein wichtiger Aspekt, um in den folgenden Jahren gestärkt durch das Leben zu gehen. Hierbei ist besonders wichtig, dass sich Erzieher auf Augenhöhe des Kindes begeben können. Das Leben der Kinder zu beobachten und daran teilzuhaben kann nur gelingen, wenn wir das Leben aus ihrer Perspektive wahrnehmen. 

Nicht nur im Hinblick auf die Inklusion, sondern auch im Alltag, ist jedes Kind als eigene Persönlichkeit zu betrachten, der wir mit Respekt und Achtung zu begegnen haben. Jedes Kind wird dort abgeholt, wo es steht und so angenommen, wie es ist. Dabei müssen wir natürlich authentisch sein. Wir dürfen ihnen nichts vorspielen. Sie sind unsere Spiegel und an ihrem Verhalten ist gut zu erkennen, ob auch wir uns beispielsweise an Absprachen halten, die wir von ihnen erwarten. 

Die richtige Form der Kommunikation mit den Kindern, vermittelt ihnen das Zugehörigkeitsgefühl in der Gemeinschaft. Zur Kommunikation gehört auch das Wahrnehmen der kindlichen Signale sowie das aktive Zuhören. Jedes Kind möchte gehört, gesehen und wahrgenommen werden, denn…


…unsere Haltung und unser Verhalten beeinflusst das Verhalten der Kinder!



Das war nun mein kurzer Einblick in die "Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute".

Ich fand es total spannend, mich mit diesem Thema noch einmal intensiv auseinanderzusetzen. 

Morgen habe ich in der Kita Dienstbesprechung und ich habe mich dazu entschlossen, dieses Thema im Team noch einmal zu verinnerlichen. Im Alltag rutscht uns einfach vieles weg. Deshalb ist es so wichtig, sich die Zeit zu nehmen und uns selbst immer wieder zu reflektieren.

Ich wünsche Euch einen tollen Start in die neue Woche.

Viele Grüße Jana

Aktualisierung des Artikels durch Mandy Schmitz, Mai 2019

Mittwoch, 17. August 2016

Update zum weiteren Verlauf der ersten Kitawoche

Nach dem Zitat gibt es nun noch ein kleines Update zur ersten Woche:

Nach den ersten drei Tagen habe ich heute gemerkt, dass der Urlaub zwar echt toll war, mir aber die Arbeit mit den Kindern schon sehr gefehlt hat.

Ich arbeite  natürlich trotz alledem weiter an meinem Thema "offene Arbeit". Zur Zeit beobachte ich die Kinder sehr intensiv und sammel Punkte, die mir ein noch besseres "Bild vom Kind" ermöglichen.
Ich durfte heute einen dreijährigen Jungen dabei beobachten, wie er sich eine Stunde faszinierend mit dem Thema Magnetismus auseinandersetzte. Er war so geduldig, hatte immer wieder Aha-Erlebnisse und ließ sich nicht entmutigen, wenn die kleinen Kugeln beispielsweise mal nicht gehalten haben. Selbst die kleinsten Teile hob er auf und versuchte es so lange, bis der magnetische Effekt da war.

Ein anderes Erlebnis hatte ich im Restaurant:
Ein zweijähriger Junge hat gestern und auch heute freiwillig den Tischdienst 
(der offiziell noch nicht eingeführt wurde ;-) ) übernommen. Dazu gehört aber nicht nur das Decken der Tische, sondern auch das Einräumen des sauberen Geschirrs in die Schränke. Mit seinen kleinen zwei Jahren, ist er schon so groß!



Ist das nicht zauberhaft? Das Restaurant gab es im letzten Kitajahr noch nicht und er war bis vor kurzem noch in der Krippe. Was drei Wochen Sommerschließung bewirken können :-) 

Es sind so viele Kinder, die sich in dieser Zeit so enorm weiterentwickelt haben.

Mein Aha - Erlebnis in dieser Woche :-) 


Ausblick:

Zum Ende der Woche gibt es den dritten und letzten Teil zur "Rolle und Haltung der ErzieherIn von heute". Danach startet dann eine kleine Serie zum "Bild vom Kind".

Bei Wünschen meldet euch einfach bei mir. Würde auch gerne mit euch gemeinsam an euren Themen arbeiten.

Ich wünsche euch ein paar schöne Tage!

Bis bald Jana

Zitat

Hallo ihr Lieben,
weil es so schön war habe ich mal wieder ein kleines Zitat für euch :-) 

Immer mit dem Wunsch, dass ihr versucht euch in die Zeit hineinzuversetzen, in Bezug darauf, wie wir heute arbeiten.


"Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, wenn Mut und Freude 
dabei verloren gehen."

Johann Heinrich Pestalozzi
*1746 - 1827

www.leben-ohne-schule.de/zitate.html

Montag, 15. August 2016

Erster Tag im neuen Kitajahr

Hallo ihr Lieben,

der Anfang ist gemacht. Das neue Kitajahr hat begonnen. Die großen Krippenkinder hatten heute ihren ersten Tag im offenen Bereich und ich muss sagen, sie haben es super gemacht. 

Ich hatte ja heute morgen schon geschrieben, dass sich die Funktionsräume vor der Schließung verändert haben. Die nun "kleinen" Großen haben ganz vorsichtig jeden Raum untersucht. Zwischendurch waren sie auch in ihren alten Krippenräumen, haben mit den Erziehern gesprochen und ihnen gesagt, dass sie ja nun groß sind und überall hingehen können. Sie waren so stolz. Natürlich hat sich die Sache mit dem Mittagschlaf auch erledigt. Zwei Kinder sind dann völlig erschöpft und bei uns eingekuschelt eingeschlafen. 
Für den Anfang kann ich sagen: "ein gelungener Übergang"!

Nun zu den Großen: Einige haben es genossen, endlich wieder kreativ sein zu können und waren so ziemlich den ganzen Tag im Kreativraum beschäftigt. Andere wiederum waren den ganzen Tag im Sportraum und mussten irgendwie die letzten drei Wochen nachholen. Sie hatten so einen Spaß und wir konnten sie durch die ganze Kita hören ;-)

Was sich allerdings noch immer nicht geändert hat, ist das Verlangen nach Essen. Der ganze Tag dreht sich ums Essen. Wir haben das Restaurant jetzt im Erdgeschoss, weit weg von den anderen Funktionsräumen. Zum Frühstück, wie auch mittags gibt es frisch aufgeschnittenes Obst und Gemüse. Es ist faszinierend, dass eine halbe Stunde nach dem Mittag die ersten Kinder kommen und fragen, wann denn endlich "Kaffeklatsch" ist. 

Kennt ihr das auch? Wie können wir es schaffen, dass sich die Kinder nicht den ganzen Tag mit dem Thema "Essen" und "wann ist es endlich soweit" beschäftigen?   

Freue mich über jeden Vorschlag von euch!

Ich wünsche euch einen schönen Abend

Jana

Ein kleines Zitat zum Start in das neue Kitajahr

Guten Morgen,

für mich startet nun das neue Kitajahr und ich bin auf den heutigen Tag gespannt. Neue Funktionsräume, die liebevoll von den Erziehern eingerichtet wurden. Was werden wohl die Kinder dazu sagen? Können sie sich gut orientieren?

Die Antwort bekommt ihr heute Abend. 
Wer noch nicht arbeiten muss, bekommt von mir wieder ein kleines Zitat zum Nachdenken ;-)


"Das Ziel von Bildung ist nicht, Wissen zu vermehren, sondern für das Kind Möglichkeiten zu schaffen, zu erfinden und zu entdecken. Menschen hervorzubringen, die fähig sind, neue Dinge zu tun."

Piaget 
*1896 - 1980

www.leben-ohne-schule.de/zizate.html 

Ich wünsche euch einen fröhlichen Tag